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P R E S S E M I T T E I L U N G
Junge Vorstandsmitglieder der katholischen Jugend in Thüringen sprechen sich gegen die geplanten Einsparungen bei Schulen in freier Trägerschaft aus.
Gegen die geplante Kürzung der Fördersätze für freie Schulen in Thüringen wendet sich der Vorstand vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Erfurt. „Diese wirkt dem entgegen, was in der Bildungspolitik immer wieder betont wird: Jedem Kind, ganz gleich mit welchen Begabungen, Fähigkeiten, Einschränkungen oder Benachteiligungen, muss durch individuelle Förderung die bestmögliche Bildung angeboten werden. Wir können die Landtagsabgeordneten also nur dazu auffordern, den Kürzungsplänen nicht zuzustimmen. Wer bei der Bildung spart, spart an der Zukunft!“, so Vorstandsmitglied Mechthild Herzog (19, Weimar).
„Bisher war mir gar nicht so klar, dass schon jetzt der staatliche Fördersatz pro Schüler einer privaten Schule wesentlich niedriger ist, verglichen mit der Leistung für Gleichaltrige an einer staatlichen Schule“, wundert sich Vorstandskollegin Christina Klaus (22, Thalwenden). „Wenn dieses Verhältnis nun noch weiter zuungunsten der privaten Träger verschlechtert wird, ist das doch ungerecht und erweckt bei mir den Eindruck, dem Gesetzgeber sei nicht jeder Schüler gleich viel wert“, so die Lehramtsstudentin weiter.
Wenn die Einsparungen wie geplant umgesetzt würden, sehen die jugendlichen Vorstandsmitglieder die Gefahr von unausweichlichen Abstrichen an der Qualität der Angebote oder aber einer notwendigen Gebührenerhöhung. „Private Träger stellen in Thüringen einen bedeutenden, innovativen Teil der Bildungslandschaft dar und tragen substantiell zu den Erfolgen Thüringer Schüler bei internationalen Vergleichsstudien bei.“, lobt Julian König (25, Kirchworbis), bildungspolitischer Sprecher des Vorstandes. Diese Bereicherung des Bildungssystems dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden. „Müssten aber die Elternbeiträge erhöht werden“, sorgt sich Jakob Roschka (16, Eisenach), „steigt auch die Gefahr, dass für sozial benachteiligte Kinder die Chance auf eine werteorientierte Schulausbildung und optimale Förderung noch geringer wird.“
Der BDKJ ist der Dachverband der katholischen Verbände und Gruppen in der Kinder- und Jugendarbeit in Thüringen.
Er vertritt die Interessen von über 30.000 Kindern und Jugendlichen im Freistaat sowie seiner Mitgliedsverbände.
Internet: www.bdkj-thr.de
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