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Erfurt. Zum geplanten Umzug des Thüringer Landesjugendamtes von Erfurt und Meiningen nach Suhl äußerten sich heute Ullrich Töpfer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Landesjugendring Thüringen e.V., sowie der Landesgeschäftsführer Peter Weise, gegenüber der Presse:
"Die Umzugspläne müssen sofort gestoppt werden. Gerade im Hinblick auf die Fachberatungsfunktion für freie Träger ist die Verlegung nach Suhl nach unserer Auffassung nicht sinnvoll. Diese Funktion wird gegenwärtig von Erfurt aus wahrgenommen, was der Tatsache Rechnung trägt, dass die meisten Träger ebenfalls von Erfurt aus agieren. Aber auch für Träger mit Sitz außerhalb der Landeshauptstadt macht die Fachberatung von Erfurt durch die zentrale Lage Sinn."
Kritik äußerten beide dazu, dass der Landesjugendhilfeausschuss sowie freie Träger wie der Landesjugendring Thüringen e.V. nicht in die Planungen einbezogen worden seien, um so frühzeitig auf die Auswirkungen eines Umzuges seitens der Betroffenen hinweisen zu können.
"Eine Verlegung nach Suhl führt zu längeren Wegen für den fachlichen Austausch zwischen Trägern und Behörde. Auf diese Weise werden wertvolle Arbeitszeitressourcen auf die Straße verlegt. Für den ohnehin angespannten Landeshaushalt bedeutet ein Umzug zusätzliche Belastungen, u.a. durch den Wegfall der bislang kostenfreien Telefonverbindungen der in Erfurt ansässigen Landesbehörden untereinander."
Der fachliche Austausch des Landesjugendamtes mit den Ministerien würde durch einen Umzug nach Suhl kostenintensiver und trage dem Erfordernis der Senkung von Staatsausgaben nicht Rechnung.
"Viele der Angestellten pendeln schon jetzt zwischen ihrem Wohnort und Erfurt und müssten dann noch längere Anfahrtszeiten in Kauf nehmen. Es besteht die Gefahr, dass diese Pendler eine Versetzung vorziehen und dadurch langjährige Arbeitskontakte und -beziehungen zunichte gemacht würden.
Der Landesjugendring Thüringen e.V. fordert von der Landesregierung ein Gesamtkonzept zu einer Verwaltungsmodernisierung einschließlich einer damit verbundenen Behördenstrukturreform. Vor diesem Hintergrund sollten Veränderungen im Bereich der Verwaltung der Jugendhilfe unter Einbeziehung der Träger der Jugendhilfe Bestandteil dieses Gesamtkonzeptes sein."
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