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Pressemitteilungen 2004
Bundesdelegiertentag des Jugendrotkreuzes

Deutsches Jugendrotkreuz
Pressemitteilung Nr. 2/2004
Veröffentlicht am 18. 03. 2004


Jugendrotkreuzer fordern: keine Rekrutierung von Jugendlichen unter 18 Jahren in Deutschland

Jugendrotkreuzler aus ganz Deutschland kamen am 13. März in Bühl (Baden) zum Bundesdelegiertentag, dem höchsten Gremium des Deutschen Jugendrotkreuzes, zusammen. Sie verabschiedeten eine Resolution, in der sie die Bundesregierung auffordern, endlich das Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention in deutsches Recht umzusetzen. Dort ist festgelegt, dass keine Jugendlichen unter 18 Jahren an bewaffneten Konflikten beteiligt werden dürfen. Doch obwohl die deutsche Regierung das Zusatzprotokoll unterzeichnet hat, können in Deutschland nach wie vor Jugendliche ab 17 Jahren ihren Dienst bei der Bundeswehr antreten. Das Jugendrotkreuz hatte 1999 eine bundesweite Kampagne zum Thema Kindersoldaten gestartet und setzt sich seitdem für ein weltweites Verbot von Kindersoldaten ein.

Neue Bundesleitung im Jugendrotkreuz

Auf der Tagesordnung stand darüber hinaus die Wahl einer neuen ehrenamtlichen Bundesleitung. Zur neuen Bundesleiterin wurde die 27-jährige Ärztin Birgit Hantzsch aus Hamburg gewählt. Sie hat sich für ihre Amtzeit vorgenommen, das Jugendrotkreuz stärker als humanitären Jugendverband in
der Öffentlichkeit zu positionieren. Ihre Stellvertreter sind Tilmann Lahann, 23, aus Saarbrücken sowie Udo Eller, 35, aus Mainz. Antrittsbesuch von DRK-Präsident Rudolf Seiters

Zu Gast beim Bundesdelegiertentag war unter anderen der neue Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters. Seit November letzten Jahres im Amt war dies sein Antrittsbesuch beim Jugendrotkreuz. In seiner Rede stellte er die Ziele seiner Arbeit als DRK-Präsident vor: Er möchte die
Kernfelder der Rotkreuz-Arbeit, beispielsweise die internationale Arbeit, stärken und begrüßte es ausdrücklich, dass das Jugendrotkreuz mit internationalen Begegnungen oder Hilfsaktionen in diesem Bereich tätig ist. In seiner Rede nahm er auch zur Diskussion um das Wegfallen des Wehr- und
Zivildienstes Stellung und sprach sich in diesem Zusammenhang gegen die Einführung eines sozialen Pflichtjahres aus, denn das sei schwer vereinbar mit dem im Roten Kreuz vorherrschenden Prinzip der Freiwilligkeit. Statt dessen macht er sich für die Stärkung des Freiwilligen Sozialen Jahres
sowie des ehrenamtlichen Engagements stark. Sehr interessiert zeigte sich Rudolf Seiters auch an der bundesweiten Kampagne "ARMUT: SCHAU NICHT WEG!", die das Jugendrotkreuz Ende März starten wird. Mit dieser Kampagne wollen Jugendrotkreuzler darauf aufmerksam machen, dass es im reichen Deutschland immer mehr arme Kinder und Jugendliche gibt.


Ute Sonnenberg
Deutsches Jugendrotkreuz
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Carstennstraße 58
12205 Berlin
Tel.: 030/85404-383
Fax: 030/85404-484

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