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Zwei Weltmeister werben für die Wahl
Dafür wirbt der Landesjugendring in einer neuen Kampagne. Außerdem können junge Leute heute Abend Thüringer Spitzenpolitikern auf den Zahn fühlen. Foto: dpa Erfurt. (tlz) Zwei Weltmeister sollen den Jugendlichen Appetit auf die Landtags- und Europawahl machen.
"Du bestimmst, wer das Rennen macht", lachen Biathletin Katrin Apel und Radsprinter Rene Wolff von den neuesten Plakaten des Landesjugendrings. "Wir wollen Jugendliche vordringlich animieren zur Wahl zu gehen", sagt Jeanette Schilling, die Vorsitzende der Organisation. Von Politik-Frust unter jungen Menschen spürt sie wenig. "Eher von Politiker-Verdrossenheit." Sie analysiert: "Junge Menschen können oft mit der Sprache der Politiker wenig anfangen." Sie verlangen klare Stellungnahmen, Engagement statt ausweichender und immer wiederkehrender Floskeln.Ansonsten sind, so Schilling, die jungen Leute im Land vor allem an den Dingen interessiert, die direkt oder indirekt mit ihren Lebensperspektiven zu tun haben:
Da geht es um Ausbildung und Schule, um Studium und Gesundheitsreform. Und ganz oben auf der Themenliste der jungen Menschen steht nach den Beobachtungen von Schilling das Thema Abwanderung. "Auch viele von denen, die sich schweren Herzens dafür entscheiden, eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle woanders anzunehmen, würden gerne hier blieben", sagt sie. Und sie fügt noch hinzu: "Jugendliche sind sehr viel kritischer, als viele glauben."Intensiv ist auch die Arbeit an einem umfangreichen Regierungsprogramm der Jugend gewesen. Die dort aufgestellten Forderungen sind nicht in allen Punkten mit den Wahlprogrammen der Parteien kompatibel, zeigen aber, wo den Jugendlichen der Schuh drückt: Bei Schule und Lehrstellen und auch bei einer Senkung des Wahlalters. Beim Thema Ausbildungsplätze plädieren die jungen Leute beispielsweise für die Einführung eines solidarischen Fondsmodells und vor allem für die Festschreibung eines Rechtsanspruchs auf einen Ausbildungsplatz.Jugendliche können heute Thüringer Spitzenpolitikern auf den Zahn fühlen.
Unter Leitung von TLZ-Landesredakteur Elmar Otto diskutieren Sozialminister Klaus Zeh (CDU), SPD-Vorsitzender Christoph Matschie, PDS-Jugendpolitikerin Susanne Hennig sowie die Landeschefs von Grünen und FDP, Astrid Rothe und Uwe Barth.!
"Busstop-Diskussion" heute Abend, 19 Uhr, im "Centrum" in Erfurt, Am Anger 7
29.04.2004 Von Hartmut Kaczmarek/TLZ
Jugendliche mischen sich ein
Diskussion mit Spitzenpolitikern
Erfurt. (tlz/mar) Ein Klares Nein zu Studiengebühren und gemeinsames Lernen bis zur Klasse neun sind zwei der Kernforderungen, die der Landesjugendring in einem "Regierungsprgramm der Jugend" aufstellt. "Wir wollen uns in den Wahlkampf mit unseren Forderungen einmischen" sagt die Vorsitzende der Organisation, Jeanette Schilling, der TLZ. Sie verlangt in Teilbereichen auch eine neue Prioritätensetzung für die Landespolitik. "Man muss den Mut haben, sich auch von Dingen zu verabschieden, um andere finanzieren zu können." Den Schwerpunkt legen die Jugendlichen dabei auf Bildung und Ausbildung. Weitere zentrale Forderungen: Die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Erziehungsarbeit, die Festschreibung eines Rechtsanspruchs auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz, den weiteren Ausbau des Nahverkehrs und die Senkung des Wahlaltes ab 16. Huete dikutieren Thüringen Jugendliche mit Thüringer Spitzenpolitikern über diesen Forderungskatalog. Leitung TLZ Landesredakteur Elmar Otto. TLZ 29.04.2004
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