Erfurt. Keine Studiengebühren für ein Erststudium, mehr Autonomie und bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen und die Veränderung der gymnasialen Oberstufe sind die Schwerpunktthemen, mit denen sich die 81 Delegierten des Landesjugendring Thüringen e.V. morgen auf ihrer 24. Vollversammlung beschäftigen.
Die Vertreter von 29 Jugendverbänden Thüringens werden debattieren und beschließen, wie eine zukunftsfähige Hochschulpolitik aussehen müsste. Damit komplettiert der Landesjugendring Thüringen e.V. die in seinem „Regierungsprogramm Kinder und Jugendliche“ vorgelegten Aussagen zu einer umfassenden Reform der Bildung in Schule und Hochschule.
„Die Forderungen nach längerem gemeinsamen Lernen, nach größerer Eigenständigkeit und Öffnung der Schulen nach außen oder frühkindliche Bildung bereits im Kindergarten stehen seit langem auf der Agenda des Landesjugendring Thüringen e.V. und sind, wie die Wahlprogramme der Parteien zeigen, auch dort endlich angekommen“, erklärte heute Landesgeschäftsführer Peter Weise gegenüber Pressevertretern.
Im Bericht des Vorstands heißt es u.a., dass es im System Schule in Thüringen viel zu wenig Veränderung gebe. „Auch wir können nur feststellen, dass der ‚Schrei nach Veränderung’ nach den Todesschüsse im Erfurter Gutenberg-Gymnasium 2002 an viel zu vielen Punkten ungehört verhallt ist.“
„Das Angebot junger Menschen im Landesjugendring Thüringen e.V. zur Mitgestaltung notwendiger Reformen und Strukturwandlungen steht. Es ist Sache der Partner in Politik und Regierung, dieses Angebot zu nutzen“, so der Landesgeschäftsführer.
Erfurt, 14. Mai 2004
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Karin Mackensen
Tel.: 0361 / 57 678 31
0162 / 19 608 38
|