|
Weimar. (tlz) Demokratie lebt vom verantwortungsvollen Gestaltungswillen aller: Junge Thüringer wollen deshalb früher in Entscheidungsprozesse vor allem auf kommunaler Ebene einbezogen werden. Über den Landesjugendring machen sie sich auch dafür stark, bereits mit 16 Jahren zur Wahl gehen zu dürfen.
Zu oft werde über die Köpfe von Kindern und Jugendlichen hinweg entschieden. Selbst an unstrittigen Vorhaben würden sie unzureichend beteiligt, so die Einschätzung des Landesjugendrings.
Keine Studiengebühren für das Erststudium, mehr Autonomie und bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen und die Veränderung der gymnasialen Oberstufe: Das sind Schwerpunktthemen bei der 24. Vollversammlung des Landesjugendrings, die am heutigen Sonnabend in Weimar tagt. Vertreter aus 29 Jugendverbänden debattieren, wie zukunftsfähige Hochschulpolitik aussehen soll. "Die Forderungen nach längerem gemeinsamem Lernen, nach größerer Eigenständigkeit und Öffnung der Schulen nach außen oder frühkindlicher Bildung bereits im Kindergarten stehen seit langem auf der Agenda des Landesjugendrings", erklärt Landesgeschäftsführer Peter Weise. Im System Schule in Thüringen gebe es viel zu wenig Veränderung, so Weise: "Wir können nur feststellen, dass der ,Schrei nach Veränderung´ nach den Todesschüssen im Erfurter Gutenberg-Gymnasium 2002 an viel zu vielen Punkten ungehört verhallt ist."
14.05.2004 Von Gerlinde Sommer
|