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TLZ/15.05.04
Engagement wird durch Mittragen attraktiver
Von Ronald Bauer
Jugendliche nehmen heute stärker pragmatische Haltung ein. Sie wollen praktische Probleme in Angriff nehmen die aus ihrer Sicht mit persönlichen Chancen verbunden sind. Dafür bieten Jugendverbände und Vereine vielfältige Betätigungsfelder. Begrenzt wird ihr Engagement zum Beispiel durch die wachsende berufliche Perspektivlosigkeit in Thüringen und durch die enger werdenden Spielräume der Verbände und Kommunen. Engagement wird durch erlebte Verantwortung, gleichgewichtige Entscheidungsmacht und Mittragen der Folgen in überschaubaren Zeiträumen attraktiv. Das gegenwärtige aktive und passive Wahlrecht auf kommunaler und Landesebene, die Regelung zur Beteiligung von Jugendlichen in der Kommunalordnung sowie Fragen des Petitionsrechts verschenken die Potenzen, die aus der Beteiligung der Jugendlichen an öffentlichen Entscheidungen wachsen könnten. Deshalb fordern wir kommunal aktives und passives Wahlrecht ab 16 Jahren, die Einbeziehung junger Menschen bei Planung und Vorhaben, die deren Interessen, ihr Umfeld und ihre Zukunft berühren, den „ Einwohnerantrag“ ab 14 Jahren. Am Besten wäre verpflichtende Beteiligung, die nachweisbar ist.
Roanld Bauer, Geschäftsführer des Demokratischen Jugendring Jena
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