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Jena. (tlz) Kinder und Jugendliche an Politik heran führen, zeigen, dass Politiker "auch bloß Menschen sind", das hat sich der Demokratische Jugendring (DJR) auf die Fahnen geschrieben. Unterm Titel "Der Jugend (D)eine Stimme geben" laufen vielfältige Aktionen rund um die Kommunalwahl am 27. Juni. Gestern stellten DJR-Vorsitzender Rainer Engelhardt, Geschäftsführer Ronald Bauer und Mitarbeiterin Heide Bäß die Aktionen vor. Im Mai sind Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren aufgerufen, Plakate zur Wahl zu gestalten. Die Plakatideen zum Thema "Gib (D)eine Stimme ab" sollen ab dem 7. Juni im Stadtteilbüro Lobeda ausgestellt werden, am 20. Juni werden die besten Arbeiten prämiert. "Fitmachen für die Kommunalpolitik", so heißt ein Seminar, das an mehreren Tagen angeboten wird. "Wir haben Verbindung zu den Jugendorganisationen der Parteien aufgenommen, uns speziell an die jungen Kandidaten gewandt", sagte Ronald Bauer gestern.
Junge Kandidaten, das sind solche bis 35 Jahre. Sie sind kurz vorgestellt auf der Website des DJR: www.jugendring-jena.de Neuland betreten. Der direkte Kontakt sei sowohl spannend als auch Neuland für beide Seiten, sagte Ronald Bauer. Es dürfe ja nicht vergessen werden, dass die Kandidaten untereinander um Plätze im Stadtrat konkurrieren.
Erfreulich war für den DJR-Chef, dass am Montag Vertreter aller im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen einer Einladung des Jugendrings gefolgt waren. Dabei wurde ein Katalog jugendpolitischer Forderungen verteilt, den die 23 Mitgliedsorganisationen des DJR erstellt haben. In der Hoffnung, dass Inhalte den Weg in die Wahlprogramme und die Politik finden. Der Jugendring möchte auch Nichtwähler erreichen. So wird Praktikantin Christiane Tänzler mit dem Sozialkundelehrer Michael Nafe und Hilfe der "jungen Kandidaten" an der Brehm-Schule in Lobeda das "Jau-Nee"-Spiel anbieten, bei dem die Jugendlichen in spielerischer Form Parteien gründen, sich mit Ideen und Meinungen befassen, Kompromisse finden sollen. Am 19. Mai folgt dann noch "Politik am Lagerfeuer" am Jugendclub "Eastside". 04.05.2004 Von Stephan Laudien
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