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Wagenradgroß wie in alten Zeiten
INGERSLEBEN (ms). Ein Kuchenfest ohne Kuchen, wieder mal etwas Neues, witzelte man am Samstag in der Ingerslebener Schänke. Was war passiert? Natürlich gab es Kuchen, über 40 Stück, darunter die berühmten wagenradgroßen Blechkuchen, die von den Initiatoren vorbereitet und wie in alten Zeiten beim Dorfbäcker zum Backen abgegeben wurden. Doch in diesem Jahr hatte man etwas weniger gebacken. Die Ortsdurchfahrt in Ingersleben ist gesperrt, dazu viele Veranstaltungen in Erfurt, da rechnete man mit weniger Gästen als in vergangenen Jahren. Unerwartet viele kamen und kauften den Kuchen restlos auf - fast schon vor Beginn der Veranstaltung.Darüber sind Dirk Koch, die Thüringer Trachtenjugend und die Eltern und Großeltern der Folkloretänzer, die all die Kuchen gebacken haben, natürlich nicht böse. Denn nichts ist ihnen lieber, als das riesige Interesse an ihrer Traditionsveranstaltung. Das Kuchenessen steht dabei ja nicht allein im Vordergrund. Wieder wählte eine Jury den leckersten Kuchen und damit eine Kuchenkönigin. Und wieder gab es ein Wettessen, bei dem ein eingebackenes Fünfzig-Cent-Stück zu finden war. Und natürlich unterhielten die Jungen und Mädchen der Trachtengruppe das Publikum wieder mit einer ganzen Reihe von Volkstänzen aus Ingersleben und vielen anderen Thüringer Dörfern.Pannen gab es beim Kuchenfest übrigens schon öfter. Gleich beim ersten Mal, im Jahr 1998, wurde versehentlich einer der Kuchen, der zur Verkostung durch die Jury vorgesehen war, am Büffett verkauft. "Da haben wir dann ganz auf die Wahl der Kuchenkönigin verzichtet", erinnert sich Dirk Koch, der das Fest seitdem etwa alle zwei Jahre organisiert.
TA 12.09.2004
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